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Vegane Unis: Grazer Studierendenvertretung (ÖH) sagt “Ja”!


Erster Erfolg für die Kampagne "Plant-Based Universities" in Europa: Studierende der Universität Graz rufen öffentlich ihre Universität dazu auf, als Antwort auf die Klimakrise auf rein pflanzliche Menüs umzusteigen.


In dieser Woche hat die Studierendenvertretung (ÖH) der Universität Graz öffentlich ihre volle Unterstützung für die Umstellung der Uni auf ein rein pflanzliches Ernährungsangebot bekanntgegeben. Dies ist nicht nur ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Plant-Based Universities Kampagne, sondern auch ein wegweisender Schritt in eine nachhaltige Zukunft. Mit der Bekanntgabe ihrer Unterstützung ist die Grazer Studierendenvertretung (ÖH) nun die neunte auf europäischem Boden, die eine solche Forderung unterstützt. Damit tritt sie in die Fußstapfen von Universitäten wie Cambridge, Birmingham oder auch Warwick [1].


Dies geschieht nur wenige Wochen nachdem die Studierenden der Universität Warwick, Großbritannien dafür gestimmt haben, dass das Catering ihrer Studierendenvereinigung mit einer Übergangsfrist von vier Jahren auf 100% pflanzlich umgestellt werden soll [2].


Laura Wenzel, Plant-Based Universities Graz Campaignerin, kommentiert:

Die Unterstützung durch unsere Studierendenvertretung (ÖH) ist unglaublich. Junge Menschen sehen die Notwendigkeit, unser Ernährungssystem zu verändern - dies zeigt sich nicht zuletzt an den über 1000 schriftlichen Unterstützungserklärungen der Studierenden. Dabei sehen wir die Universitäten in der Verantwortung, diesen Wandel maßgeblich mitzutragen. Wir wissen, dass ein pflanzenbasiertes Ernährungssystem essenziell ist, um die Klima- und Umweltkrise zu bewältigen und gleichzeitig das jährliche Sterben von Milliarden von Tieren weltweit zu verhindern. Wir werden weiterhin mit unserer Universität zusammenarbeiten, um diese Veränderungen zu erreichen und sicherzustellen, dass die Stimmen der Grazer Studierenden gehört werden. Die Zukunft ist äußerst vielversprechend und wir sind optimistisch, dass wir bald Veränderungen hier in Graz und in ganz Europa sehen werden.

Diese Veränderung ist Teil einer viel umfassenderen Entwicklung hin zu einem pflanzlichen Lebensmittelsystem. Die Universität Wien hat vor kurzem eine zu 70% pflanzliche Mensa eröffnet, während Dänemark und Südkorea vor kurzem so genannte “pflanzliche Aktionspläne” als Teil ihrer nationalen Ernährungsstrategien angekündigt haben [3] [4].


Univ.-Prof. Dr. Ilona Otto, Stellvertretende Leiterin des Wegener Centers für Klima und Globalen Wandel der Universität Graz, sagt dazu:

Die Plant-Based Universities-Kampagne hat meine volle Unterstützung. Die Studienlage ist klar: Wir brauchen strukturelle Veränderungen hin zu einem pflanzlichen Ernährungssystem.

Im Jahr 2018 zeigte eine umfassende Studie der Universität Oxford, dass 76% der derzeit für die Nahrungsmittelproduktion genutzten Flächen durch eine weltweite Umstellung auf pflanzliche Produktion frei werden würden [5]. Diese Ackerflächen könnten wieder verwildert werden und damit deutlich mehr Kohlenstoff binden, wodurch die negativen Auswirkungen des Klimawandels erheblich gemildert werden könnten. Die Plant-Based Universities Kampagne betont, dass Universitäten eine Verantwortung für die Zukunft ihrer Studierenden haben, und fordert deshalb eine gerechte, nachhaltige und rein pflanzliche Verpflegung.


Plant-Based Universities, eine Kampagne von Animal Rising, ist eine internationale Initiative von Studierenden, die darauf hinarbeitet, dass ihre Universitäten und Studierendenvertretungen 100% pflanzliche Verpflegung anbieten [6]. Die Initiative vertritt die Auffassung, dass Universitäten verpflichtet sind, die von ihnen durchgeführten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die negativen Auswirkungen von Tierhaltung und Fischfang auf die Umwelt zu berücksichtigen und selbst umzusetzen.


Für Interviews oder weitere Kommentare bitte kontaktieren Sie:

Simon Völker, Plant-Based Universities Graz: +43 681 81865583




Hinweise für die Redaktion:

[1] Weitere Informationen und andere Pressemitteilungen finden Sie unter: https://www.plantbaseduniversities.org/blog

[5] Poore, J. & Nemecek, T. (2018). Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers. Science, 360(6392), 987–992. https://doi.org/10.1126/science.aaq0216

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